Tell Me More – Wie digitale Spiele jenseits von Dialogen Geschichten erzählen (können)

Final Fantasy 9

Wenn Spiele etwas können, dann ist es Grundlegendes so zu verpacken, dass es innerhalb des Mediums revolutionär wirkt. Als wäre Erzählen nie da gewesen, als hätten wir Geschichten immer nur auf eine Art und Weise kommuniziert, als wäre jedes andere Medium nicht halb so potent wenn es um Narrative geht wie das der digitalen Spiele. Das ist natürlich grober Unfug. Erzählen ist elementar. Es ist unser Werkzeug Sinn zu stiften, die Welt zu erfahren und durch Sprache selbst Abstraktes und Unerfahrbares zu artikulieren. So ist es nicht verwunderlich, dass digitale Spiele das Erzählen neu erfinden wollen und facettenreiche Methoden entwickelt haben, um eben dies zu tun. Zum großen Leidwesen aller, die nun die narratologische Offenbarung erwarteten, beschränkt sich Erzählen in Spielen jedoch meist auf Dialoge und zunehmend cineastische Zwischensequenzen, die eine Handlung vorantreiben, welche zwischen den Sequenzen im besten Fall marginal erwähnt wird und im schlimmsten Fall nicht mit den gespielten Ereignissen zu vereinbaren ist. Es gibt aber auch Beispiele, die die Möglichkeiten interaktiver Fiktion aufzeigen und innerhalb des Mediums, das von Passivität und Partizipation gleichermaßen lebt, neue Möglichkeiten des Erzählens erschließen. Hier soll es um eben solche Spiele gehen, die neuartige Wege des Erzählens aufzeigen – oder diese zumindest besonders einfallsreich wiederverwerten.

INDIE PLANE – Ausgabe 6: Ein Rückblick auf das Ludicious Game Festival

Ludicious

Hätte ich einen Random-„Wie Sand am Meer“-Phrasen-Generator, hätte er mir bestimmt etwas Besseres geboten als mein Kopf, der immerhin auf „in rauen Mengen“ gekommen ist – eben diese große Anzahl an Indies, die jedes Jahr, gar jeden Tag veröffentlicht werden, lässt viele sehr gute Spiele in der Masse verschwinden. Hier ist entsprechend eine neue Ausgabe Indie Plane, um euch auf Spiele aufmerksam zu machen, die im Dschungel der Publikationen untergehen, aber großartig sind. Sie alle wurden auf dem Ludicious Festival in Zürich ausgestellt.

Depicting Otherness: Ridley Scott’s Alien and Christopher Nolan’s Interstellar as responsive and allegorical films of their time

Interstellar

Keen to learn more and expand into the universe, humankind has always been fascinated with unknown creatures. During the last century, aliens in particular have become a pop-cultural phenomenon. However, the depiction of extraterrestrial life, or the otherness, in films as well as other media has changed over the years. One aim of this paper is to show in how far the depiction of otherness has changed, exemplified by Ridley Scott’s Alien (1979) and Christopher Nolan’s Interstellar (2014). By comparing both films, I attempt to provide evidence for the thesis that possible differences in the depiction occur due to socio-political contexts and how this has changed throughout the last decades.